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| Objektdaten | |
| Gebäude: | Einfamilienhaus |
| Baujahr: | 2022 – 2023 |
| Effizienzklasse: | A+++ |
| Eigenerzeugung: | 350 % |
| Autarkie: | ca. 95% |
Anlagentechnik:
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| Wirtschaftlichkeit | |
| Kosten Pos. 3-6: | 150.000€ |
| Förderungen: | KfW – Zuschuss 15.000€ |
| Energiekosten Strom |
ca. -1500 € / Jahr
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Dieses Projekt steht für ein konsequent autark gedachtes Einfamilienhaus (Baujahr 2022–2023), das erneuerbare Strom- und Wärmeerzeugung mit Kurz- und Langzeitspeicherung kombiniert. Ziel war eine möglichst hohe Unabhängigkeit vom Energiemarkt – erreicht wurden Energieeffizienzklasse A+++, eine Eigenerzeugung von rund 350 % und eine Autarkie von ca. 95 %. Bei Investitionskosten von etwa 150.000 € wurde das Vorhaben u. a. mit einem KfW-Zuschuss von ca. 15.000 € unterstützt. Durch hohen Eigenverbrauch und Einspeiseerlöse ergeben sich Stromenergiekosten von rund –1.500 € pro Jahr.
Herzstück der Wärmeversorgung ist eine Sole-Wasser-Wärmepumpe mit Erdsonden (EWS). Installiert wurde eine Stiebel Eltron WPE-I 33H mit 10–33 kW (B0/W35). Die Wärme wird über Fußbodenheizung und Betonkernaktivierung besonders effizient und gleichmäßig im Gebäude verteilt – ideal für niedrige Systemtemperaturen. Ergänzt wird das System durch großzügig dimensionierte Pufferspeicher (1.500 + 700 Liter), die Laufzeiten optimieren und Lastspitzen abfangen. Ein weiteres Komfort-Plus: passives Kühlen im Sommer – realisiert über fünf Erdwärmesonden à 140 m, die die Gebäudeflächen (Fußboden/BKA) temperieren, ohne einen energieintensiven Kältekreislauf zu benötigen.
Für die Stromerzeugung sorgt eine leistungsstarke Photovoltaikanlage mit 29,05 kWp in Südausrichtung. Verbaut wurden 70 SunPower-Module à 415 W, gekoppelt an einen Fronius Symo Gen24 als Wechselrichterplattform. Damit der Solarstrom möglichst vollständig im Haus genutzt werden kann, kommt ein Lithium-Batteriespeicher BYD HVM mit 22 kWh zum Einsatz. Er deckt den täglichen Bedarf, verschiebt PV-Überschüsse in Abend- und Nachtstunden und erhöht den Eigenverbrauch deutlich.
Das entscheidende Element für die ganzjährige Unabhängigkeit ist jedoch der Wasserstoffspeicher HPS Picea mit 1.500 kWh. Diese Langzeitspeicherung wandelt Sommerüberschüsse in Wasserstoff um und stellt sie in Zeiten geringer PV-Erträge – insbesondere im Winter – wieder als Strom zur Verfügung. So kann der Gesamtstromverbrauch für Haushalt, Heizung und Brauchwasser zu etwa 95 % aus eigener Erzeugung gedeckt werden.
Gesteuert wird das Gesamtsystem über ein Smart-Home-Energiemanagement, das Wärmepumpe, Speicher und Verbraucher intelligent koordiniert. Ergebnis: ein zukunftssicheres Haus mit sehr hoher Eigenversorgung, stabilen Betriebskosten und maximalem Komfort – im Sommer angenehm temperiert, im Winter weitgehend unabhängig.