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| Objektdaten | |
| Gebäude: | Einfamilienhaus |
| Baujahr: | 2022 |
| Effizienzklasse: | A+++ |
| Eigenerzeugung: | 150% |
| Autarkie: | 70% |
| Anlagentechnik: 1. Luft-Wasser-Wärmepumpe Innen 2. Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung 3. Fußbodenheizung, Kaminofen mit WT 4. Photovoltaik 17,20 kWp (Süd + Nord) für Eigenverbrauch Haushalt & Heizung 5. Batteriespeicher Lithium 22kWh 6. Energiemanagementsystem „Smart Home“ | |
| Wirtschaftlichkeit | |
| Kosten: | 105.000€ |
| Förderungen: | Bafa Zuschuss 16.500 € |
| Energiekosten Strom: |
-350 € / Jahr Erlöse
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Dieses Neubauprojekt Winterbach zeigt, wie sich ein modernes Einfamilienhaus konsequent als hocheffizientes Energiesystem planen lässt – mit dem Ziel, möglichst viel Energie selbst zu erzeugen, smart zu nutzen und die laufenden Kosten dauerhaft zu minimieren. Statt einzelner Komponenten wurde von Beginn an ein Gesamtkonzept umgesetzt, bei dem Heizung, Lüftung, Stromerzeugung, Speicherung und E-Mobilität intelligent zusammenspielen.
Das Herzstück der Wärmeversorgung ist eine Luft-Wasser-Wärmepumpe (Innenaufstellung). Sie versorgt das Gebäude effizient mit Heizenergie und profitiert von den niedrigen Vorlauftemperaturen der Fußbodenheizung, die für gleichmäßige Behaglichkeit sorgt. Ergänzend wurde ein Kaminofen mit Wärmetauscher integriert – ideal, um an kalten Tagen zusätzliche Wärme einzubringen und das Heizsystem zu entlasten. Für konstant gute Raumluftqualität sorgt eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung: Sie führt verbrauchte Luft ab, bringt frische Luft ins Haus und nutzt dabei die Wärme der Abluft, was den Energiebedarf weiter reduziert.
Ein zentraler Baustein des Projekts ist die Photovoltaikanlage mit 17,20 kWp, verteilt auf Süd- und Norddach. So wird nicht nur zur Mittagszeit, sondern auch über einen längeren Tagesverlauf Strom erzeugt – optimal für den Eigenverbrauch im Haushalt und für den Wärmepumpenbetrieb. Ein Fronius Wechselrichter übernimmt dabei die zuverlässige Umwandlung und Systemintegration. Damit möglichst wenig selbst erzeugter Strom verloren geht, wurde ein Lithium-Batteriespeicher mit 22 kWh installiert. Er puffert Überschüsse, erhöht den Eigenverbrauchsanteil deutlich und stellt Energie auch in den Abend- und Nachtstunden bereit.
Gesteuert wird das Gesamtsystem über ein Energiemanagementsystem im „Smart Home“-Umfeld. Es koordiniert Erzeugung, Speicher und Verbraucher, priorisiert günstige Eigenenergie und kann große Lasten – wie Wärmepumpe oder Laden eines E-Autos – gezielt in Zeiten hoher PV-Erträge legen. Dadurch entsteht eine sehr hohe Wirtschaftlichkeit im Alltag.
Die Investitionskosten lagen bei rund 105.000 €, unterstützt durch einen BAFA-Zuschuss von ca. 16.500 €. Besonders bemerkenswert: Durch die Kombination aus Eigenverbrauch und Einspeiseerlösen ergeben sich negative Stromenergiekosten von etwa –350 € pro Jahr – das Haus produziert bilanziell so viel nutzbaren Strom, dass am Ende sogar ein Überschuss als Erlös stehen kann.